Wer die Pauluskirche betritt, dem fällt sofort der imposante Orgelprospekt am prominenten Ort in der Vierung auf. Wie aus einem Guß erscheinen Orgel und Chorempore, korrespondierend mit Kanzel und Altar, die die Orgel quasi in ihre Mitte nehmen und so ihre Bedeutung in der Verkündigung zeigen.

Mit gerade einmal 39 Registern ist die Orgel nicht gerade überdimensioniert für die große Hallenkirche, aber durch die geschickte Wahl des Standortes und der Stellung aller Teilwerke quasi direkt in der Front gemeinsam mit gut bemessenen Pfeifenmensuren und einer stabilen Windversorgung besitzt der Klang eine angenehme, wenngleich nicht aufdringliche Präsenz im Raum.

Bei der Renovierung 2009 wurde bewusst auf eine Veränderung der Disposition im Sinne des geänderten Zeitgeschmacks verändert um das Werk von Rudolf von Beckerath auch späteren Generationen als Gesamtkunstwerk unverändert zu erhalten. Lediglich der achtfache Setzer wurde durch eine moderne Anlage mit 4.000 Speicherplätzen ersetzt.